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thumb soko wienStefan Jürgens als Major Carl Ribarski in der SOKO WIEN/DONAU

Die Metropole Wien liegt im Dreiländereck Österreich, Ungarn, Tschechien und ist damit das Tor zum Osten.

In den vergangenen Jahren hat die organisierte Kriminalität auf der Donau mit Schmuggel und Menschenhandel enorm zugenommen, so dass sich eine Sonderabteilung der Kriminalpolizei der Bekämpfung von Verbrechen annimmt: die "SOKO Wien".

Sie hat ihren Stützpunkt im Schatten der Reichsbrücke und überwacht mit schnellen Booten die Donau mitsamt ihren Kanälen und Seitenarmen.

Im Mittelpunkt der "SOKO Wien" stehen: Oberstleutnant Helmuth Nowak und Major Carl Ribarski. 
Die beiden sind "wie Tag und Nacht" und doch ein ideales Team.

 Im ZDF: http://www.sokowien.zdf.de/

Im ORF: http://kundendienst.orf.at/aktuelles/soko_donau.html

  

Stefan Jürgens alias Carl Ribarski ist ein "Einzelgänger"

Herr Jürgens, Sie ermitteln nun seit gut zwei Monaten als Kommissar Ribarski in Wien für die dritte Staffel von "SOKO Wien". Was ist das besondere an der Location Wien?

Wien ist eine wunderbare Stadt. (...) Ich lebe seit vielen Jahren in Berlin und fühle mich dort sehr zuhause. Berlin ist aufregend und innovativ und zeitgeistig und cool, aber Wien ist irgendwie sinnlicher (...). Als wenn man eine Pralinenschachtel aufmacht: Voller Gerüche, Verlockungen, schräger Traditionen; einfach spannend.

Die Donau?

Naja, die ist so lang, ich kenne ja bislang höchstens zehn Kilometer … Neulich haben wir im Kontrollturm der Schleuse Freudenau gedreht. Die Funksprüche der Donauschiffer gingen von Wienerisch, Deutsch über Tschechisch bis überhaupt nicht mehr verständlich. Es ist eben ein unglaublich langer Fluss, der ebensoviel unglaubliche Gestalten mit sich treibt ... in absehbarer Zeit möchte ich unbedingt eine Schifffahrt von Wien bis zur Mündung ans Schwarze Meer unternehmen.

Sie haben ja bereits einige Erfahrung als Kommissar. Sehen Sie Parallelen in der Ermittlungstätigkeit der verschiedenen Kommissare, die Sie verkörpert haben?

Was ist das ganz spezielle an der Figur des Kommissar Ribarski? Im Zentrum der Figur steht ja nicht der Ermittler, sondern der Mensch. Auch wenn der Ermittler an der Filmoberfläche natürlich mehr zum Tragen kommt. Als Schauspieler interessieren mich in erster Linie die Haltungen, die Lebenserfahrungen, die Sozialisation und die möglichen charakterlichen Konsequenzen daraus. Insofern ist jede Rolle komplett anders - sonst würde es ja auch keinen Spaß machen! Carl Rabarski ist in seiner Anlage eher ungriffig. Er macht es sich und seiner Umgebung nicht leicht, zu einer berechenbaren Größe zu werden. Das hat sicher mit seinem Werdegang als Polizist zu tun. Und den Erfahrungen die er dabei sammeln musste. Er ist aber auch von "Haus aus" eher ein Einzelgänger, einer, der sich schwer tut damit, die Wirkung seines Auftretens zu steuern. Er ist im Grunde so direkt und dabei so undiplomatisch wie man nur sein kann.

Gibt es persönliche Erfahrungen, die Sie in die Interpretation der Rolle des Kommissars Ribarski einfließen lassen können?

Naja, was für das Leben gilt, gilt für den Beruf auch: Man sollte nicht über Dinge reden, von denen man nichts weiß! Aber im Ernst, natürlich suche ich in jeder Rolle auch nach persönlichen Deckungsmöglichkeiten. Aber letzten Endes hat diese Arbeit doch immer etwas mit Spielen zu tun. "So tun als ob" eben. Weil es ist schließlich auch eine große Lust, sich einer Biografie zu nähern, die einem auf den ersten Blick eher fremd vorkommt."

Wie ist Ihr Verhältnis zu den Kollegen?

(...) Der Empfang in Wien ist mehr als herzlich. Mehr, als man erwarten durfte, wenn man in eine eingespielte Mannschaft hineinkommt. Ich möchte mich an dieser Stelle bei dem gesamten Team dafür bedanken. Es braucht in solchen Konstellationen natürlich auch immer eine ordentliche Portion Glück und ich denke, mit meinem direkten Partner Gregor Seberg hat sich in kürzester Zeit ein Zusammenspiel entwickelt, das eine enorme Spiellust freisetzt. Gregor und ich haben den gleichen Humor und das gleiche Ziel, diesem Format möglichst viel Profil abzuringen. Und das funktioniert am Ende natürlich nur über Konflikte und unterschiedliche Haltungen der Figuren. "Coole Cops" sind ja nicht cool, weil sie alles im Griff haben, sondern weil sie nicht aufhören mit- und füreinander zu streiten."

Nun ist "SOKO Wien" ja das jüngste Mitglied in der "SOKO"-Familie. Was ist für Sie das Besondere an dieser "SOKO" - und wodurch unterscheidet sie sich von anderen "SOKOS"?

Sie ist die "Internationalste". Zwangsläufig. Schließlich verbindet sie zum einen in der Besetzung und vor allem in der Zuschauererwartung Österreich und Deutschland. Die Geschichten die sie erzählt, können also weder rein deutsch noch rein österreichisch sein, was auch immer das heißt (...). Aber sicher kann sie sich nicht wirklich auf ein Lokalkolorit wie Leipzig oder Schwerin stützen. Mit Wien als europäischer Hauptstadt steht ihr aber dafür auch ein Drehort zur Verfügung, der filmisch Großstadtflair vermitteln kann. Und die Donau als "fließender Übergang zum Balkan" liefert ihr eine hochmoderne europäische Themenvielfalt.
Quasi zollfrei …"