Relativ komischer Stoff

Stefan Jürgens steht in der arena auf der Bühne.

Unter der Regie von Guntbert Warns spielt er „Süchtig“ – ein Solo-Stück des amerikanischen Autors Mark Lundholm.

guntze stefan in suechtig

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Spielen, Klauen, Sex, Drogen – willkommen in der Welt der Abhängigkeiten! Menschen verfallen dem Rausch des Geldausgebens, des Internets, des Fernsehkonsums – und schaffen es nicht, ohne fremde Hilfe davon zu lassen. Es wird so viel analysiert und therapiert wie nie zuvor – nicht immer mit Erfolg, aber stets mit großem Ernst.

Die Ziege oder Wer ist Sylvia?

von Edward Albee

süchtig - schauspielhaus bochumMartin Gray ist ein berühmter, preisgekrönter Architekt auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Zusammen mit seiner Frau Stevie und ihrem Sohn Billy führen sie ein wirklich harmonisches und erfülltes Familienleben. Gerade feiern sie Martins fünfzigsten Geburtstag. In diese fröhliche Normalität der Familie Gray bricht eine andere Realität von elementarer, fast archaischer Wucht ein, denn Martin gesteht seinem besten Freund, dem Journalisten Ross, dass er seit einem halben Jahr eine Liebesbeziehung mit Sylvia hat. Ross ist über dieses Geständnis entsetzt. Schriftlich teilt er Stevie mit, dass Martin ein Verhältnis "pflegt" - nicht in einer ihrer gängigen, gesellschaftlich akzeptierten Spielarten, sondern in einer auch heute noch für besonders bizarr und unnatürlich erachteten Form - denn Sylvia ist eine Ziege.

Wie etwas Göttliches?

 

Die Ziege wird zur Personifizierung von Naturgewalt. In ein heiles und intaktes Leben wird mit voller Wucht etwas Unbeschreibliches, Unvorhergesehenes, Unbekanntes hineingeschleudert, so dass nichts mehr im Leben ist wie zuvor. Die Ziege oder Wer ist Sylvia? bewegt sich an den Grenzen unserer moralischen Vorstellungen und lotet so auch die Belastbarkeit der Toleranz aus und zeigt, dass niemand vor plötzlich eintretenden Katastrophen gefeit ist. Neben diesem deutlich gesellschaftskritischen Impuls beleuchtet Die Ziege oder Wer ist Sylvia? aber auch Tiefenstrukturen unserer Gegenwart, die sich mit Begriffen wie "Norm" und "Abweichung" eben nicht ausreichend beschreiben lassen.

Edward Albee

 

Edward Albees neues Stück, das 2002 mit dem Tony Award als bester dramatischer Text des Jahres ausgezeichnet wurde, bezeichnet der Autor im Untertitel als "Anmerkungen zu einer Bestimmung des Tragischen". Edward Albee, 1928 in Washington D.C. geboren und seit Wer hat Angst vor Virginia Woolf? einer der bedeutendsten und einflussreichsten amerikanischen Dramatiker, ist ein ausgewiesener Spezialist für Zimmerschlachten ums Ganze. Dabei wird die realistische Ausgangssituation seiner Stücke häufig durch archaische, surreale und (alp-)traumhafte Unterströme in Frage gestellt und erweitert. Er selbst beschreibt seine Dramen als "Angriff auf die Ersetzung von wahren durch künstliche Werte, eine Verurteilung von Selbstgefälligkeit, Grausamkeit, Verweichlichung und Gedankenlosigkeit, eine Stellungnahme gegen das Märchen, alles sei in Butter in unserem trudelnden Land."

 

MIT

Martin  - Guntbert Warns Stevie Catrin Striebeck

Billy    -  Sven Fricke

Ross   -  Stefan Jürgens

 

Regie - Burghart Klaußner

Bühne - Bernhard Siegl

Kostüm - Marion Münch

 

Das schreibt die Presse

5

„… Der hemmungslose Romantiker entwirft in seiner lakonischen, charmanten Art das Bild eines Mittvierzigers im Auf,- Um- und /oder Zusammenbruch, eines Hilf- und Rettungslosen zwischen zwei Frauen, die er liebt und die ihn lieben. Und er stellt die großen Fragen: Wie hält eine Beziehung? Kind, Haus, Baum- ja, und dann?.......

Und scheint irgendwie angekommen zu sein…… Sehr gefühlig und jetztzeitig geht es zu……“ Süddeutsche Zeitung

 

 

„Was ist Liebe? Transzendenz oder symbiotische Zweiwerbeziehung? Oder einfacher gesagt: Ist es Liebe, wenn sie ihm die Flusen von der Jacke pickt? Auf diese Fragen versuchte der Schauspieler, Comedian und Musiker Antworten zu finden. Dies machte er authentisch, aus seiner Sicht, mit Witz, Tiefgründigkeit, Melancholie, etwas Nachdenklichkeit und viel Gefühl. …..“ Westfälische Rundschau

 

 

„Jürgens überzeugt mit seiner warmen Stimme, den wunderbaren Liedtexten und der harmonisch eingespielten Band. Bei den kabarettistischen Einlagen wirkt er eher wie ein guter Kumpel, der mit Witz und Charme aus dem Nähkästchen plaudert. Das neue Programm ist eine Hymne an die Liebe, ein Gruß an die Frauen und ein verständnisvoller Händedruck an die Männer…." Remscheider Generalanzeiger

 

 

„….Standup- Comedy war das gewiss nicht; die Texte sind klug, voller Esprit, oft sarkastisch….. Offenherzig und sehr persönlich sind auch die neuen Songs…… Haben wir erwähnt, dass dies nicht nur ein spannender, sondern auch ein sehr amüsanter Abend war?...“ Mannheimer Morgen

 

 

„….. Gefühl mit Witz gepaart, so hieß die Mischung, die den Charakter des Abends bestimmte.

… Muss man diesem Abend einen Namen geben? Wozu? Das war keine Comedy im herkömmlichen Verständnis. Das war Lyrik der Zweisamkeit und Liebe, die dem Geschmack des Publikums aus der Seele sprechen konnte. Ein Flug der Gedanken, wie Träume losgelöst von Zeit und Raum. So man denn die Sensibilität und die Bereitschaft hatte, nicht nur nach der nächsten Pointe zu gieren.“ Die Glocke

 

 

„Alles aus Liebe“

……….Was der Schauspieler, Kabarettist und Musiker da in der Ufafabrik zur Premiere seines neuen Programms auf die Bühne bringt, liegt weit jenseits der üblichen Spaß- Klischees von Frauen, die prinzipiell Shoppen gehen, und Männern, die am liebsten im Fußballstadion grölen. Der 45- jährige wagt einen schonungslosen, mit intelligentem Humor gespickten Seelenstriptease, der so wahr ist, als habe Jürgens all das selbst erlebt…….

Liebespoker auf höchstem Niveau.“ Berliner Morgenpost

 

 

„… Jürgens beantwortet die Fragen der Geschlechter authentisch aus männlicher Sicht mit Witz, Tiefgründigkeit, Melancholie, Nachdenklichkeit und viel Gefühl. Stefan Jürgens zeigt sich als guter Beobachter und Erzähler der kleinen und großen Schwächen beim Zusammenleben der Geschlechter. Er erzählt von Liebe, Liebschaften, Verliebtheiten oder der Sehnsucht danach. Mit seinen leisen Liedern dringt er dabei zauberhaft in die Gefühlswelt von Verliebten und Träumenden ein………

Die tiefsinnigen Gefühlstexte runden die perfekte Musikshow ab.“ BerLi Press

 

 

 

„Auch die tiefsinnige Seite kultiviert:

…..So verband Jürgens bisweilen anrührende Moment zu einem tragikkomischen Abend:

Er spielte kunstvoll auf der Klaviatur der Gefühle….

Überrascht haben mag manchen Besucher, dass Jürgens ziemlich viel singt, begleitet von einer Band, über Liebe und Leben, ohne falschen Pathos. Die Lieder fügen sich ein in ein Programm, das nicht nur auf Pointen zielt, sondern auch die melancholischen Momente einbindet: ganz wie im richtigen Leben.“ Kölner Stadt- Anzeiger

 

 

 

„….Mit unverblümten Aussagen sorgt der Künstler häufig für ungläubiges Gelächter. Jürgens nimmt kein Blatt vor den Mund, ist frech. „Ich rauche jetzt“ sagt er- und zündet sich auf der Bühne eine Zigarette an. Und er stellt wichtigen Fragen, die uns alle angehen.

Nach fast zwei Stunden faszinierendem Programm bleibt die Erkenntnis:
„Es ist erstaunlich, wie lange man für die Liebe braucht und wie wenig um sie zu zerstören.“ Weser Kurier

 

 

„Nicht heulend im Keller: Nackt auf dem Dach!“

Mal irrsinnig komisch, dann melancholisch ist der neue Comedyblues.

Von Liebschaften, Verliebtheit und immer wieder der Liebe oder zumindest der Sehnsucht danach hat Stefan Jürgens erzählt und gesungen….

Jürgens neues Programm macht nachdenklich- und ist zugleich brüllend komisch…….. Delmenhorster Kreisblatt

 

 

Galante Provokationen

Eine makabre Ader, ein Hang zur Ernsthaftigkeit und Qualitäten eines versierten Chansoniers und Pianisten: all das zeichnet den Kabarettisten Stefan Jürgens aus. Dem Fernseh-Preisträger gelingt bei seinen Auftritten eine Gratwanderung zwischen Comedy und Satire. Dabei kann es passieren, dass Jürgens nach 20 Minuten humorvollen Monologs über Beziehungskisten, Sex und wahre Liebe am Klavier Platz nimmt, um eine klassische Ballade anzustimmen. So hat das Publikum die Möglichkeit, einen Mann mit vielen Gesichtern kennen zu lernen. Bei seinen verschiedenen Rollen, wie die des Schwerenöters, Exzentrikers und Verlierers, kommt der Schauspieler mit wenigen Gesten aus. Sein aktuelles Programm „Langstreckenlauf“ hat Tiefgang, ohne die üblichen, amüsanten Oberflächlichkeiten zu vergessen. TAZ 01/04