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Seitenwechsel

Von Chris Chibnall

Premiere 9.02.2010 in den Hamburger Kammerspiele

Regie: Axel Schneider

Mit Stefan Jürgens

Ein theatralischer Tabubruch mitten ins Herz der Fußballwelt

George ist Familienvater, aber sein Leben gehört dem Fußball. Als Trainer von Northbridge Town hat er genau 100 Tage Zeit, um den Verein aus der finanziellen Schieflage zu retten. Keine leichte Aufgabe. Im Kampf um den sportlichen Aufstieg lässt er seinen Männern keine Schwäche durchgehen.

Als dann auch noch dem kleinen Fußballclub Northbridge Town kein geringerer Gegner als der millionenschwere FC Liverpool zugelost wird, steht die Stadt Kopf. Schon bald parken die ersten Fernsehsender vor dem Stadion, die das Heimspiel vor ausverkaufter Kulisse live ins nationale Fernsehnetz übertragen sollen.

 

George baut auf das Nachwuchstalent Darren Quinn und als das Pokalspiel schon fast verloren ist, bekommt der 17-jährige seine große Chance. Als er ihn bei einem Rückstand von 0:1 eine Viertelstunde vor Schluss aufs Feld schickt und der Junge es ihm mit dem späten Ausgleich dankt, ist George der Mann der Stunde. Alles, sogar die Sensation des Weiterkommens, scheint nun möglich.

Im Anschluss an das Spiel gesteht Darren Quinn George seine Liebe. Knisternde Spannung, ein Kuss, ein Blitzlicht. Das war’s. Am Tag nach dem Erfolg erscheint ein Foto in der Zeitung, das einen Skandal auslöst. Von da an stehen steht mehr als nur die Karriere auf dem Spiel …

SEITENWECHSEL behandelt sensibel ein absolutes Tabu-Thema – Homosexualität im Profi-Fussball.

 

Premiere 9. Februar 2010 Vorstellungen bis 28. März 2010

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Das schreibt die Presse

Relativ komischer Stoff

Stefan Jürgens steht in der arena auf der Bühne.

Unter der Regie von Guntbert Warns spielt er „Süchtig“ – ein Solo-Stück des amerikanischen Autors Mark Lundholm.

guntze stefan in suechtig

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Spielen, Klauen, Sex, Drogen – willkommen in der Welt der Abhängigkeiten! Menschen verfallen dem Rausch des Geldausgebens, des Internets, des Fernsehkonsums – und schaffen es nicht, ohne fremde Hilfe davon zu lassen. Es wird so viel analysiert und therapiert wie nie zuvor – nicht immer mit Erfolg, aber stets mit großem Ernst.

Die Ziege oder Wer ist Sylvia?

von Edward Albee

süchtig - schauspielhaus bochumMartin Gray ist ein berühmter, preisgekrönter Architekt auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Zusammen mit seiner Frau Stevie und ihrem Sohn Billy führen sie ein wirklich harmonisches und erfülltes Familienleben. Gerade feiern sie Martins fünfzigsten Geburtstag. In diese fröhliche Normalität der Familie Gray bricht eine andere Realität von elementarer, fast archaischer Wucht ein, denn Martin gesteht seinem besten Freund, dem Journalisten Ross, dass er seit einem halben Jahr eine Liebesbeziehung mit Sylvia hat. Ross ist über dieses Geständnis entsetzt. Schriftlich teilt er Stevie mit, dass Martin ein Verhältnis "pflegt" - nicht in einer ihrer gängigen, gesellschaftlich akzeptierten Spielarten, sondern in einer auch heute noch für besonders bizarr und unnatürlich erachteten Form - denn Sylvia ist eine Ziege.

Wie etwas Göttliches?

 

Die Ziege wird zur Personifizierung von Naturgewalt. In ein heiles und intaktes Leben wird mit voller Wucht etwas Unbeschreibliches, Unvorhergesehenes, Unbekanntes hineingeschleudert, so dass nichts mehr im Leben ist wie zuvor. Die Ziege oder Wer ist Sylvia? bewegt sich an den Grenzen unserer moralischen Vorstellungen und lotet so auch die Belastbarkeit der Toleranz aus und zeigt, dass niemand vor plötzlich eintretenden Katastrophen gefeit ist. Neben diesem deutlich gesellschaftskritischen Impuls beleuchtet Die Ziege oder Wer ist Sylvia? aber auch Tiefenstrukturen unserer Gegenwart, die sich mit Begriffen wie "Norm" und "Abweichung" eben nicht ausreichend beschreiben lassen.

Edward Albee

 

Edward Albees neues Stück, das 2002 mit dem Tony Award als bester dramatischer Text des Jahres ausgezeichnet wurde, bezeichnet der Autor im Untertitel als "Anmerkungen zu einer Bestimmung des Tragischen". Edward Albee, 1928 in Washington D.C. geboren und seit Wer hat Angst vor Virginia Woolf? einer der bedeutendsten und einflussreichsten amerikanischen Dramatiker, ist ein ausgewiesener Spezialist für Zimmerschlachten ums Ganze. Dabei wird die realistische Ausgangssituation seiner Stücke häufig durch archaische, surreale und (alp-)traumhafte Unterströme in Frage gestellt und erweitert. Er selbst beschreibt seine Dramen als "Angriff auf die Ersetzung von wahren durch künstliche Werte, eine Verurteilung von Selbstgefälligkeit, Grausamkeit, Verweichlichung und Gedankenlosigkeit, eine Stellungnahme gegen das Märchen, alles sei in Butter in unserem trudelnden Land."

 

MIT

Martin  - Guntbert Warns Stevie Catrin Striebeck

Billy    -  Sven Fricke

Ross   -  Stefan Jürgens

 

Regie - Burghart Klaußner

Bühne - Bernhard Siegl

Kostüm - Marion Münch