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Der Comedyblues zum alltäglichen Wahnsinn
Auch in diesem Jahr kehrt Stefan Jürgens wieder mit seinem Soloprogramm „Alles anders“ in die Comedy-Arena zurück. Der Titel ist
Programm zugleich: Denn wenn Jürgens die Bühne betritt, wird „Alles anders“. Seine bundesweite Tour ist eine eigenwillige Mischung
aus Stand-up Comedy und gefühlvollen Songs. In seinem Live-Programm zieht er Bilanz über die Absurditäten und Normalitäten des
modernen Lifestyles und vereint in unerwarteter Folge Komik und Melancholie.
Der Allround-Entertainer sinniert über die verschiedenen Facetten des Alltags und witzelt über die uns liebgewordenen Gewohnheiten
unseres Spaß- und Entertainment-Zeitalters. In bissiger Art plaudert Jürgens über das Leben, die Liebe oder Frauenzeitschriften, die
er auch Männern als Ratgeber in entscheidenden Lebensfragen empfiehlt. Auch wenn er selbst die Welt nicht mehr versteht: „Ich hab
Email, ein Handy, zwei Faxgeräte und sogar auf dem Klo einen ISDN-Anschluss und trotzdem sagt meine Frau, ich sei unkommunikativ“.
Will man Jürgens Programm mit einem Wort beschreiben, trifft es die Wortschöpfung „Comedyblues“ am besten. Komik und Melancholie
ergeben bei Jürgens keinen Widerspruch, sondern bauen aufeinander auf. Er entwickelt seine Gags am Klavier, taucht in melancholische
Gefühlswelten ein und ruft im nächsten Moment wahre Lachsalven hervor. Seine teils komischen, teils ernsten und wehmütigen Lieder
begleitet er mit sehr persönlichen Gedanken zum alltäglichen Wahnsinn, die - typisch Jürgens - makaber, frech aber auch sanft sind.
Doch egal, worüber er laut nachsinnt, Komik und Tragik liegen bei ihm dicht beieinander.
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